Der Mensch im Mittelpunkt
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Die Freien Wähler sind die großen Gewinner der Kommunalwahl in Mehring. Nicht nur hat Bürgermeisterkandidat Robert Buchner (51,4 Prozent) haarscharf und entgegen mancher Annahme gewonnen; die FW konnten auch von drei auf fünf Sitze aufstocken. „Das freut mich fast am meisten“, sagt FW-Fraktionssprecher und Bald Bürgermeister Robert Buchner am Tag nach der Wahl. Er hat auch die meisten Stimmen (2025) auf der Gemeinderatsliste bekommen.
Die Freien Wähler haben der CSU die absolute Mehrheit gekostet. Die SPD als dritte Partei im Gemeinderat musste ebenfalls eine Stimme abgeben. In Mehring gibt es künftig fünf neue Gesichter im Gemeinderat, was aber auch daran liegt, dass mehrere amtierende Gemeinderäte nicht mehr angetreten waren. Alle amtierenden Gemeinderäte, die wieder antraten, wurden auch gewählt.
Drei neue Gemeinderäte gibt es bei den Freien Wählern. „Das zeigt, dass wir die richtigen Kandidaten aufgestellt haben“, sagt Buchner zum guten Abschneiden der FW. „Das ist eine Sache von Quantität und Qualität“, ergänzt er und teilt hier zumindest ein wenig gegen die CSU aus, die zwar deutlich mehr Kandidaten auf der Liste hatte, aber einen Sitz verloren hat.
Doch Gräben aufreißen will der neu gewählte Bürgermeister in spe nicht. Gerade mit Stephan Beutlhauser, seinem Mitbewerber um das Amt, will er zusammenarbeiten – und würde es begrüßen, wenn dieser weiterhin als 2. Bürgermeister zur Verfügung steht, sagt Buchner am Tag nach der Wahl.
51,6 Prozent hat Robert Buchner bekommen − ausschlaggebend waren am Ende 43 Stimmen. Er ist froh um das knappe Ergebnis: „So hat keiner von uns das Gesicht verloren.“ Und für ihn ist angesichts des knappen Ergebnisses klar, dass er sich in den kommenden sechs Jahren entsprechend bemühen muss – „die Leute werden genau hinschauen“.
Was das Zünglein an der Waage war – Buchner weiß es nicht. Doch er sieht den Umstand, dass er sich so früh für eine Kandidatur entschieden hat, als Pluspunkt. „Mit Strategie hatte das aber nichts zu tun: Der Entschluss war nach der letzten Wahl in mir gereift, bis ich gesagt habe: Ja, ich traue es mir zu.“ Außerdem, meint er, habe er nach der PNP-Podiumsdiskussion ein gutes Gefühl gehabt.
Stephan Beutlhauser auf der anderen Seite macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. „Ich muss jetzt darüber nachdenken, was das für mich bedeutet.“ Er meint damit nicht nur sein Abschneiden, sondern das Wahlergebnis der CSU. „Ich weiß nicht, woran es lag“, sagt Beutlhauser, „wir hatten eine super Liste mit Leuten, die sich als Führungspersonen in der Gemeinde engagieren.“
Wenig Freude herrscht auch bei der SPD. Fraktionssprecher Rupert Maier aber hat ein solches Ergebnis schon befürchtet: „Wir hatten kein Zugpferd mehr wie letztes Mal mit Hans Eberheißinger als Altbürgermeister.“ Positiv sieht Rupert Maier, dass die drei Gemeinderäte Georg Stadler, Josef Fürst und er selbst wiedergewählt wurden. Schade ist für den SPD-Sprecher, dass kaum junge Mehringer gewählt wurden: „Wir haben in unserer Liste eher auf die Jugend gesetzt und hätten gerne junge Leute reinbekommen.“

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