Der Mensch im Mittelpunkt
sachbezogen unabhängig bürgernah

“Die Entscheidung zu dieser Kandidatur war für mich ein langwieriger Prozess“, so Buchner. „Meine Familie steht voll und ganz hinter dieser Entscheidung“, so Buchner weiter  und auch aus den Reihen der Freien Wähler wurde für diese Kandidatur 100%ige Zustimmung signalisiert.

Doch zuerst zu den wichtigsten Themen der nun zurückliegenden drei Jahre mit denen sich der Gemeinderat zu befassen hatte und den Standpunkten der Freien Wähler dazu.

Trotz aller Bemühungen des Mehringer Gemeinderates nicht verhindert werden konnte  dass die völlig unsinnige und für  alle  Mehringer Bürger nur Nachteile verursachende Burghauser Ortsumfahrung durch Mehring in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegplans  aufgenommen wurde, so Buchner. Alle Anstrengungen dazu zeigten leider keine Wirkung. Um hier voranzukommen wurde die Burghauser Ortsumfahrung von den Planern zu einem Projekt mit der Laufener Umfahrung zusammengefasst um hier in den vordringlichen Bedarf zu kommen, worauf alleine keine realistische Chance dazu wegen der geringen Verkehrsentlastung bestanden hätte. Aber die Umfahrung ist ja noch nicht gebaut, ja momentan kann ja nicht einmal weiter geplant werden, da noch die Höherstufung des durch Mehringer Gemeindegebiet verlaufenden Teilstücks der Gemeindeverbindungsstraße Burghausen-Burgkirchen aussteht. Burgkirchen und Burghausen haben zwischenzeitlich einer Aufstufung ihrer Straßenanteile zur B20 als unabdingbare Voraussetzung für die Weiterplanung und Finanzierung des geplanten Straßenbaus, das die Ortsumfahrungen von Pirach und Burghausen beinhaltet, zugestimmt. Der Mehringer Gemeinderat soll in der Dezembersitzung darüber abstimmen. „Aber wir Gemeinderäte der Freien Wähler sind uns absolut einig. Wir werden eine Höherstufung nicht befürworten, da dadurch einer Weiterplanung der Burghauser Ortsumfahrung Tür und Tor geöffnet wird“. „Unsere Hoffnung ist, dass die Planungen eben dann gerade nicht weitergeführt werden, wenn entsprechender Widerstand erkennbar bleibt. Schließlich wurde bei der Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans immer wieder betont, dass in erster Linie solche Vorhaben realisiert werden bei denen Einigkeit besteht“, so Robert Buchners klare Aussage zu diesem Mehringer Dauerthema. Auch von dem Schreckgespenst der hohen Sanierungskosten die für das Mehringer Teilstück der Gemeindeverbindungsstraße in den kommenden Jahren anstehen würden lässt sich Robert Buchner nicht einschüchtern. Wenn die Umfahrung, die das Mehringer Gemeindegebiet nahezu komplett durchschneidet, verhindert werden könnte, wären wir trotz der anstehenden Kosten die auf  Mehring  dann womöglich zukommen würden direkt dankbar, war den Ausführungen Buchners weiter zu entnehmen.

Erfreulich, dass nach Jahrzehnte langen Ringens eine eigene Zufahrt für das Gewerbegebiet Hohenwart realisiert werden konnte. Noch erfreulicher dass der Kostenansatz von 1,8 Mio. Euro nahezu um die Hälfte unterschritten werden konnte. Komplett erneuert wurde auch der Fahrzeug- Gerätepark des gemeindlichen Bauhofs. Bei der Gründung eines Ortentwicklungsausschusses wurde dem Thema „Wohnen im Alter“ in der Gemeinde Mehring eine hohe Priorität eingeräumt, dazu wurde auch bereits eine Fragebogenaktion gestartet, deren Ergebnisse aber teilweise durchaus noch einer abschließenden Interpretierung bedürfen. Im Zuge der bereits vorgenommenen Untersuchungen zur Ortsentwicklung wird das zur Zeit ungenutzte Gasthaus Schick als markantes Gebäude gesehen. Auch Ansätze zur Gestaltung einer Ortsmitte in Öd wurden erörtert. Das größte Problem dabei ist aber,  eine Ortsentwicklung macht nur Sinn, wenn die Eigentümer der angedachten Flächen zu einem Verkauf bereit sind oder idealerweise die Gemeinde bereits Eigentümer der Flächen ist. Dies zeigte sich gerade beim Ansinnen der ortsansässigen Firma Hinterschwepfinger am Hörndl ein Bürogebäude für ca. 70 Mitarbeiter als repräsentativen  neuen Firmensitz zu errichten. Unsere drei Bürgermeister waren dabei nicht in der Lage, trotz zahlreicher Gespräche mit den beteiligten Grundstückseigentümern Zustimmung für das Bauvorhaben mit einer vernünftigen Straßenanbindung zu bekommen. So hat sich  die Firma Hinterschwepfinger bedauernswerter Weise entschieden ihren kompletten  Firmensitz nach Burghausen zu verlegen. Wegen verstärkter Nachfrage nach dem Angebot von Mittagessen im Kindergarten hat der Gemeinderat zur  Unterbringung der dazu nötigen Räumlichkeiten  einen Anbau beschlossen. Die geschätzten Kosten hierfür belaufen sich auf 330.000 Euro. In diesem Zuge werden auch ein zusätzliches Besprechungszimmer und ein neuer Personalaufenthaltsraum realisiert. 

 Mit dem Ostereiersuchen, dem Ferienprogrammbeitrag und dem Kirta-Hutschen wenden sich die Freien Wähler Mehring direkt und sehr erfolgreichen an alle Altersschichten der Gemeinde. Unsere Homepage www.fw-mehring.de wird von Kurt Leidinger auf dem neuesten Stand gehalten und die Kooperation mit den Freien Wählern Emmerting ermöglicht für uns einen größeren Aktionsradius, was sich bei Betriebsbesichtigungen etc. vorteilhaft auswirkt.

Der Kassenbericht wurde anschließend von Michael Plobner vorgetragen. Anita Liedtke und Herbert Pletl hatten die Kasse geprüft und für in Ordnung befunden worauf die Versammlung die Vorstandschaft und den Kassier einstimmig entlasteten.

Die anschließenden Neuwahlen wurden von Erich Satzinger geleitet und brachten folgendes Ergebnis:

  1. Vorsitzender Robert Buchner, 1. Stellvertreter Roswitha Leidinger, 2. Stellvertreter Konrad Hollerrieder, Kassier Michael Plobner, Schriftführer Brigitte Schmid.

Beisitzer: Siegfried Huber, Ludwig Mayerhofer, Michael Simonis und Frank Wimmer.

Kassenprüfer: Anita Liedtke und Herbert Pletl.

Delegierte für die Landkreisversammlung: Robert Buchner, Roswitha Leidinger und Konrad Hollerrieder.

Zu den 2020 anstehenden Kommunalwahlen holte Robert Buchner weiter aus in dem er versicherte er habe sich seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt reiflich überlegt. Seine Familie werde ihn dabei nach Kräften unterstützen, gleiches wurde auch aus den Reihen der Freien Wähler Mehring signalisiert. Auch mit seinem Arbeitgeber, der VR meine Raiffeisenbank, habe er diese Kandidatur bereits abgesprochen und dafür  grünes Licht erhalten. „Ich habe mich seit meiner Jugend in der Gemeinde Mehring engagiert, sei es bei der Feuerwehr, der Pfarrgemeinde oder im Sportverein und werde für dieses Amt kämpfen“, so Robert Buchner.  Darüber hinaus gilt es für die Wahlen 2020 geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Sein Ziel sei es mit mindestens 20 Bewerberinnen und Bewerber auf der Liste der Freien Wähler ins Rennen zu gehen, so Buchner. Vor allem müssen wir es schaffen junge Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen sich als Kandidaten für den Gemeinderat zur Verfügung zu stellen.

Zum aktuell brennendsten  Thema, der Trinkwasserverseuchung  durch Perfluoroktan, kurz PFOA, stellte Buchner hervor dass ihn die Informationen dazu vom Gesundheitsamt nicht überzeugt haben. Er forderte Untersuchungen dazu in allen betroffenen Gemeinden. In der Gemeinde Mehring werden alle Ortsteile außer der Ort Mehring mit seiner eigenen Wasserversorgung und Unghausen, das mit Wasser von der Stadt Burghausen versorgt wird, mit dem Wasser aus Burgkirchen vorsorgt, das zu den hohen PFOA-Anreicherungen im Blut der untersuchten Emmertinger Bürger geführt hat, versorgt. Buchner forderte auch für die Gemeinde Mehring ein Monitoring, das heißt es ist jetzt zu untersuchen wie hoch die PFOA-Konzentration  im Körper sind , und wie sich die Konzentration dann  z. B. in zwei Jahren reduziert hat, sowie eine Gegenüberstellung von Werten von Bürgern aus dem Ort Mehring und   Öd. Einen entsprechenden Antrag werde er in der nächsten Gemeinderatssitzung stellen.

 

Foto: Robert Buchner Ortsvorsitzender der Freien Wähler und Gemeinmderat, 51 Jahre, Bankkaufmann,

verheiratet 3 Kinder,  bewirbt sich 2020 bei den Kommunalwahlen um das Amt des Ersten Bürgermeisters.

 

Die neu gewählte Vorstandschaft der Freien Wähler Mehring, (v.l.n.r.) Kassier Michael Plobner, Schriftführerin Brigitte Schmid, Ortsvorsitzender Robert Buchner, 2. Stellvertreter Konrad Hollerrieder, 1. Stellvertreterin Roswitha Leidinger. (Fotos: Fuchs)