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FW stellen Bürgermeister und holen zwei Sitze mehr als bisher – Enttäuschung bei CSU und SPD......

buergermeister

Mit Hochspannung haben die Mehringer Bürgermeisterkandidaten Robert Buchner (FW) und Stephan Beutlhauser (CSU) mit ihren Familien gemeinsam im Rathaus in Emmerting auf die Ergebnisse der Wahl gewartet. Nach nur rund 45 Minuten stand fest: Buchner hat mit 51,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Und nicht nur das: Die Freien Wähler haben in Mehring künftig fünf anstatt bisher drei Sitze im Gemeinderat.

Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite – doch gerade angesichts des knappen Ergebnisses waren sich die beiden Bürgermeisterkandidaten einig, dass sich beide gut geschlagen haben. 43 Stimmen trennten den FW- Mann und den CSU-Kandidaten am Ende. Buchner bekam 686 Stimmen, Beutlhauser 643. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,4 Prozent und damit deutlich höher als 2014 − damals hatte sie 61,7 Prozent betragen; Josef Wengbauer (CSU) war damals der einzige Bürgermeisterkandidat gewesen.

Dass sich keiner der beiden Kandidaten sicher war, wurde schon während der Wartezeit deutlich. Laufend änderten sich die vorläufigen Ergebnisse je nach ausgezählten Bezirken und zunächst sah es danach aus, dass Stephan Beutlhauser das Rennen macht. Doch am Ende lag Buchner knapp vorne. "I gfrei mi, vor allem, weil es so knapp ausgegangen ist", sagte er, nachdem er mit seiner Frau und dem Gegenkandidaten mit einem Glas Sekt angestoßen hatte. Denn auch wenn er in den letzten Wochen zuversichtlich gewesen sei, von Sicherheit sei keine Spur gewesen.

Dass auf ihn jetzt große Aufgaben zukommen, ist Robert Buchner klar: "Auch wenn man Gemeinderat ist, kann man allenfalls zu 50 Prozent erahnen, was einen als Bürgermeister erwartet. Das ist einfach ganz was anderes." Sein Gegenkandidat Stephan Beutlhauser war – nach Buchners Frau Birgit – einer der Ersten, die dem künftigen Mehringer Bürgermeister gratulierten. "Durch so ein knappes Ergebnis hast du nun auch eine echte Legitimierung", sagte Beutlhauser.

Auch über die Bürgermeisterwahl hinaus dürfte die Kommunalwahl bei den FW für Feierlaune gesorgt habe. Die Freien Wähler haben bei den Gemeinderatssitzen zugelegt: Von drei Sitzen haben sie auf fünf erhöht (35,5 Prozent); dazu kommt die Stimme des Bürgermeisters. Sechs Mandate holte die CSU (43,4 Prozent), eines weniger als in der vergangenen Amtsperiode. Die SPD kommt auf 21,1 Prozent und hat damit zukünftig drei statt vier Sitze.